Glossar

Bildung, non-formale

Unter non-formaler Bildung wird beabsichtigtes, freiwilliges und selbstgesteuertes Lernen außerhalb klassischer Bildungsinstitutionen (formale Bildung), beispielsweise in Vereinen oder Jugendhäusern, verstanden, während informelle Bildung die beiläufige Selbstbildung in unmittelbaren Lebenszusammenhängen umfasst.

Demokratiepädagogik

Demokratiepädagogik umfasst handlungs- und erfahrungsorientierte Konzepte zur Förderung demokratischer Kompetenzen, insbesondere durch die demokratische Gestaltung von Lernkultur, Schulleben und außerschulischen Lerngelegenheiten.

Dewey, John

John Dewey (1859-1952) gilt als Begründer handlungs- und projektorientierten Lernens („learning by doing“). In „Demokratie und Erziehung“ (1916) fordert er eine demokratische Gestaltung von Schule und Unterricht, in der Demokratie als gesellschaftliche Lebensform erfahren und erlernt werden könne.

Fokusgruppen

Fokusgruppen bestehen aus jeweils 6 bis 10 gezielt ausgewählten Expert*innen aus den einzelnen Statusgruppen, die in einem moderierten Gespräch die Ergebnisse der Potentialanalyse gemeinsam diskutieren, interpretieren und Ideen für die mögliche Schulentwicklung entwerfen. Die Vorschläge gehen in die Ausarbeitung des konkreten Schulentwicklungskonzepts ein.

Leitbild

In einem Leitbild oder Schulprogramm beschreibt die Schulgemeinschaft ihre pädagogischen Selbstverständnisse, Werte, Ziele und thematischen Schwerpunkte. Als Orientierungshilfe für die eigene Arbeit und für Außenstehende sollte auch das demokratiepädagogische Konzept mit seinen aufeinander abgestimmten Methoden und demokratischen Strukturen in Unterricht, Schulleben und Schulorganisation festgehalten werden.

Lewin, Kurt

Der Psychologe Kurt Lewin (1890-1947) unterscheidet zwischen einem demokratischen, autoritären und Laissez-faire-Erziehungsstil, wobei der erste die Entwicklung von Kindern zu Eigenverantwortung und Kreativität unterstütze, die anderen tendenziell zu Verunsicherung, Aggressivität und Frustration führten.

Plan de développement scolaire

Ziel ist es, dass jede Sekundarschule ihren eigenen Schulentwicklungsplan (Plan de développement scolaire, PDS) ausarbeitet und dessen Umsetzung selbst steuert. Der Prozess hat 2017 begonnen und ist auf drei Jahre angelegt. 2018 und 2019 soll jede Schule ihren Plan umsetzen, evaluieren und die Rückschlüsse in einen neuen Plan einfließen lassen, der ab dem Schuljahr 2020-2021 umgesetzt werden soll.